Welche sind die besten pflanzlichen Mittel in den Wechseljahren?
Den Übergang von der fertilen Phase in die Wechseljahre merken Frauen oft daran, dass viele körperliche Funktionen eine nach der anderen ins Wanken geraten: von der Körpertemperatur (Hitzewallungen) über Schlafstruktur und Libido bis hin zu Blutzucker, Stimmung und Energielevel. Dabei ist es nie nur ein Parameter und es ist bei jeder Frau anders.
Während bei der einen Frau das Östrogen langsam in den Sinkflug geht, klagt eine andere im Freundeskreis über dramatische Blutungen und spricht von „Östrogenüberschuss“. In Wahrheit liegt das Problem meist nicht im Zuviel oder Zuwenig eines einzelnen Hormons, sondern im veränderten Verhältnis von Östrogen zu Progesteron. Diese jahrelange Reise, die am Ende bei allen Frauen dazu führt, dass die Zyklushormone irgendwann flach liegen, ist bei jeder Frau so individuell wie ihr Fingerabdruck.
Deshalb gilt: Wenn Sie auf dem Weg in die Menopause sind, werden Sie merken, dass vieles im Körper wackelt und einen neuen Umgang braucht, um gut in dieser Lebensphase anzukommen und sich darin zurechtzufinden.
Die ersten Zeichen der Menopause
Schon ab etwa 35 merken die meisten Frauen, dass sich etwas verändert.
Zunächst wird der Zyklus kürzer, Blutungen werden untypisch: länger, stärker, manchmal aber auch schwächer und mit ein bis zwei Tagen „Spotting“, bis der Flow „richtig“ wird.
Außerdem bleibt der Eisprung immer öfter aus; ein- bis zweimal im Jahr fällt der Zyklus scheinbar grundlos weg.
Und schließlich werden schlaflose Nächte, Durchschlafstörungen, Stimmungsschwankungen (besonders vor der Periode) und nächtliche Hitzewallungen zu häufigen Begleitern im Übergang zur Menopause.
Während die Forschung zur Menopause langsam Fortschritte macht und Frauen nicht mehr als „krank“ gelten, nur weil sie ihren Zyklus verlieren, greift die Medizin zunehmend zu natürlichen Mitteln und traditionellen Pflanzen, die nachweislich helfen. Zwar fehlen hier oft große klinische Studien (schlicht, weil finanzielle Interessen gering sind, da wird sich nichts bald ändern).
Doch das ist nicht immer entscheidend. Manchmal braucht es keine Studien, um das zu wissen, was unsere Urgroßmütter längst wussten. Man darf sich erinnern, erlauben, vertrauen.
Deshalb halte ich hier fest, welche Pflanzen traditionell helfen – nach Symptomen sortiert.
Pflanzen, die die beste natürliche Alternative zur Hormonersatztherapie sind
Ich habe die Pflanzen nach Symptomen geordnet, so wie es in der traditionellen Frauenheilkunde immer gemacht wurde. Denn die Menopause ist kein einheitlicher Zustand, sondern eine Phase mit sehr individuellen körperlichen und seelischen Schwerpunkten.
Lange Blutungen (ob Östrogendominanz, Myome, Polypen…)
Hirtentäschel, Frauenmantel, Schafgarbe
Diese drei Pflanzen gehören zu den klassischen Blutregulatorinnen der europäischen Frauenheilkunde. Zunächst wirkt Hirtentäschel blutstillend und gefäßstabilisierend. Gleichzeitig stärkt Frauenmantel das Endometrium und reguliert hormonelle Schwankungen. Schafgarbe wiederum verbessert die Durchblutung und wirkt gleichzeitig krampflösend – diese Pflanze ist so etwa wie mein persönlicher Liebling.
Gerade in Übergangsphasen, wenn der Zyklus unzuverlässig wird und Blutungen zu lang oder zu stark ausfallen, wurden diese Pflanzen traditionell in der Frauenheilkunde eingesetzt.
Benedek et al. (2015). Achillea millefolium: pharmacological properties and clinical relevance. J Ethnopharmacol.
EMA Herbal Monograph: Alchemilla vulgaris – traditionell zur Zyklusregulation.
Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Angstzustände
Johanniskraut, Baldrian, Passionsblume, Lavendel, Zitronenmelisse
Mit sinkenden Östrogenen verändert sich die Neurotransmitterbalance, vor allem Serotonin, GABA und Dopamin. Genau hier setzen diese Pflanzen an: Johanniskraut stabilisiert die Stimmung, Baldrian und Passionsblume beruhigen das überaktive Nervensystem, Lavendel senkt die Stressantwort, und Melisse aktiviert den Parasympathikus.
Wichtig ist: In der Menopause wirken sie nicht dämpfend, sondern ausgleichend, und genau das macht ihren Wert meiner Meinung nach aus.
Kasper et al. (2010). Lavender oil preparation Silexan for anxiety disorder. Int J Neuropsychopharmacol.
Kennedy et al. (2004). Melissa officinalis effects on mood and cognition. Psychosom Med.
In Zusammenarbeit mit Pharma Nord
Menopause bedeutet weniger „Saft“ im Körper – vor allem trockene Schleimhäute werden für viele Frauen spürbar. Schon eine einmonatige Einnahme von Sanddornöl, zum Beispiel 3–5 Gramm pro Tag in Kapselform, kann hier von großem Nutzen sein. Probieren Sie es gern einmal aus.
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Was hilft gegen Schweißausbrüche in den Wechseljahren?
Hitzewallungen & urogenitale Beschwerden
Rotklee, Traubensilberkerze, Salbei, Cranberry
Rotklee liefert phytoöstrogene Isoflavone, die direkt an Östrogenrezeptoren binden. Also mit Vorsicht genießen und nur wenn Sie sicher sind, dass niedriges Estrogen ben Ihnen ein echtes Problem ist!
Zusätzlich wirkt Traubensilberkerze zentral auf das Temperaturzentrum im Hypothalamus und hilft besonders bei nächtlichen Hitzewallungen. Salbei reduziert nachweislich die Schweißsekretion, während Cranberry die urogenitale Schleimhaut schützt – gerade in einer Phase, in der Infektionen leichter auftreten.
Kannten Sie dieses alte Sprichwort – ich glaube, es kommt aus England:
„In einem Haus, in dem Salbei wächst, braucht niemand zu sterben.“
Tice et al. (2003). Isoflavones from red clover for menopausal symptoms. JAMA.
Geller et al. (2003). Black cohosh for menopausal symptoms. Obstet Gynecol.
Bommer et al. (2011). Salvia officinalis for hot flashes. Adv Ther.
Eisenmangel, Erschöpfung, Detox-Bedarf
Brennnessel, Löwenzahn, Petersilie
Nach Jahren starker Blutungen sind Eisenmangel und Erschöpfung in der Perimenopause häufig. Deshalb liefert Brennnessel gut bioverfügbares Eisen und remineralisiert, während Löwenzahn Leber und Galle unterstützt – wichtig für den Östrogenabbau.
Petersilie fördert zusätzlich sanft die Ausleitung über Niere und Lymphe.
Traditionell wurde diese Kombination eingesetzt, um „das Blut zu erneuern“, ein Ausdruck, der biochemisch erstaunlich präzise ist.
Chrubasik et al. (2007). Nettle leaf in rheumatic and metabolic disorders. Phytomedicine.
Choi et al. (2010). Hepatoprotective effects of Taraxacum officinale. Food Chem Toxicol.
Menopause – es werden noch Überraschungen auf uns zukommen
Gleichzeitig werden Lifestyle-Gewohnheiten in der Menopause besonders wichtig. Denn genau hier entscheidet sich, welche Frau mit gut angepassten, hormonfreundlichen Routinen länger fit, gesund und vital bleibt.
Vor allem Schlaf wird immer wichtiger – nachts, aber auch in Form kurzer Nickerchen am Tag. Dadurch bekommt der Körper Zeit für Entgiftung sowie die Regulation von Blutzucker und Body-Mass-Index. Besonders gut gelingt das in Kombination mit intermittierendem Fasten.
Zudem sollten Frauen, die geraucht haben, spätestens in der Menopause damit aufhören. Denn mit sinkendem Östrogenspiegel wird der Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders deutlich. Auch andere entzündliche Prozesse heilen in Anwesenheit von Zigarettenrauch deutlich langsamer.
Interessanterweise kommen die Forscher immer weiter – erst kürzlich zeigte eine iranische, dreifach verblindete, also wirklich gute randomisierte Studie mit 84 Frauen, dass Probiotika menopausale Symptome wie Konzentrationsstörungen und leichte Depressionen verbessern können (Ayubi et al., 2025).
Und wie ich am Anfang versprochen habe: jede Menopause ist anders. Am besten probiert jede Frau für sich aus, was ihr hilft, und findet ihren eigenen Weg, um durch die Menopause nicht nur gut, sondern richtig gut zu kommen und ihre neue Lebensphase zu lieben.
Neues aus der Forschung: Beginn der Menopause ist zum Teil genetisch vererbt
Fazit
Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein normaler biologischer Übergang. Mit dem richtigen Wissen, gezielter Unterstützung durch Pflanzen, Mikronährstoffe und Lebensstil lässt sich diese Zeit nicht nur gut meistern, sondern als das erkennen, was sie ist: möglicherweise die produktivste Phase im Leben einer Frau. Die Wechseljahre markieren das Ende der Fertilität, und den Beginn einer neuen Freiheit.
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Menopause bedeutet weniger „Saft“ im Körper – vor allem trockene Schleimhäute werden für viele Frauen spürbar. Schon eine einmonatige Einnahme von Sanddornöl, zum Beispiel 3–5 Gramm pro Tag in Kapselform, kann hier von großem Nutzen sein. Probieren Sie es gern einmal aus.
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